wir liegen da
mitten in der winternacht
es schneit nur ganz sachte, obwohl kaum wolken zu erkennen sind
und nur der wind ein paar flocken von den angestaubten bäumen rüberweht.
wir liegen nebeneinander und starren in den himmel,
beobachten die sterne,
fassen uns an den händen.
lachen und scherzen.
es wird immer kälter, wir wollen gehen, doch hält uns etwas zurück wir bleiben liegen.
der schnee schmilzt wie beim filmvorspulen kommt und geht die sonne und ihr folgt die nacht.
die temperaturen werden wärmer und lauer wird letztendlich die nacht.
es ist angenehm warm
wir ziehen uns die mützen vom kopf und lachen.
lachen lauthals los.
obwohl wir beide keinen laut von uns gaben.
und da ist es wieder.
der frühling… und mitten drunter…
wir beide
amüsiert, hingerissen
von der lauen brise, die mit unseren haaren spielt.
wir ziehen unsere handschuhe aus.
lachen weiter
und dann henriette.
und die kuh macht muh.
wir starren wieder in den himmel, sehen in unserem beschränkten himmelpanorama einen baum weiße blüten austragen.
sie segeln langsam zu uns herunter
die temperaturen steigen, wir strahlen und funkeln mit den sternen um die wette
atmen die gute luft ein und grinsend breit.
tag und nacht reisen erneut in einem karussell.
es wird richtig gehend heiß
wir setzen uns auf und ziehen unsere langen hosen aus, liegen nun in kurzen hosen und röcken und leichten shirts auf der decke und amüsieren uns weiterhin.
lachhaft.
leben.
freude.
freunde.
liebe.
die luft erdrückt uns, die sterne scheinen matter, der baum verlangt nach wasser, der stamm klingt ganz hol als wir dagegen klopfen.
die henriette muht wieder.
du rutscht aus, wir alle lachen, selbst du bringt ein schmunzeln zustande, als du wieder hochkommst.
wir laufen hinunter das ganze stück zum see und springen hinein, denn es ist eine schwüle nacht.
verschwitzt und erhitzt springen wir nach einander vom steg hinein und juchzen, kreischen und feiern das leben.
ein blitz. es beginnt zu regnen, wir beeilen uns wieder hinauf zu unserem platz zu kommen.
auf der erhöhung, von der wir den himmel so wunderbar sehen können.
die sterne und den mond verfolgen.
der mond verfolgt die sonne, manchmal stärker und dann wieder beinahe kaum zu sehen.
es wird erneut viel kühler, als man annehmen möge und wir schlüpfen wieder in die langen hosen, um uns vor der kälte zu schützen.
die blätter verfärben sich und schweben auf uns nieder. ein hauch der melancholie überfällt uns, als der mond versinkt,
die blätter weniger werden und wir trotz allem immer noch hier sind.
und henriette,
die verlässt uns. entspannt, gesättigt.
verabschiedet sich mit einem letzten muh.
es wird bitter kalt, wir liegen in decken eingewickelt, nun wieder vollkommen in ursprungskleidung mit handschuhen und hauben, dicken jacken und schihosen hier. inmitten der winterweißen wunderlandschaft. fühlen uns gestärkt durch ein ganzes jahr.
stehen langsam auf, nehmen die decken hoch.
umarmen uns und unsere wege trennen sich wieder.
wir verlassen uns mit dem wissen, dass wir uns alle nicht mehr so oft begegnen werden.
und haben jede sekunde unserer zeit noch gemeinsam genossen.