dieser artikel beeindruckte mich schwer, gab mir immer wieder erneut zu denken. so läuft das also bei den herren der schöpfung ab. toll. und leichthin und unüberlegt, entgegnete ich vor ein paar wochen, ganz klar. ich schreib einen artikel drüber aus weiblicher sicht.
endlos vor mir hergeschoben und nun meine antwort auf mekmeks männliche sicht des toilettengangs
Eine Erleichterung ist das große Geschäft, aber wenn es wirklich gedrückt hat, dann ist das kleine Geschäft besser als Sex (sagt man so, weiß ich nicht) besser als Schokolade. Besonders beim Autofahren kann eine volle Blase zu einer wahren Qual werden. Jedes Hügelchen ist extrem bitter, jedes Schlagloch verflucht man als ob es kein Morgen gäbe. Wenn man alleine unterwegs ist, dann kann man ja einfach stehen bleiben, wobei man hier ein größeres Problem hat, falls man in der Stadt ist, aber wenn man dann noch mit einer Schulklasse unterwegs in einem Reisebus ist, kann das dann ganz schön haarig werden. Oft kommen dann auch noch die nicht gerade hilfreichen Laute der Mitschüler dazu, die einen Wasserfall imitieren sollen.
auch frauen kennen die unannehmlichkeiten des blasendrangs. nur haben wir es nicht so leicht bei unserem kleinen geschäft zwischendurch. es ist schlichtweg eine unart am waldrand stehen zu bleiben und sich einfach mal hinzuhocken, um mal schnell und einfach zu urinieren.
ich erinnere mich da an viele abendliche unternehmungen vom heim in die salzburger innenstadt oder von der salzburger innenstadt zum heim oder einfach mal richtig toll während eines kleinen spaziergangs durch das nächtliche linz.
für frauen is das gar ned mal so einfach wie für die jungens. man muss beachten, dass man nicht gesehen wird (ja, wir haben eine erhobene schamgrenze, außerdem muss unser hintern blitzen, sonst gehts direkt auf die klamotten, sofern man keinen rock oder kein kleid anhat), weiters, dass man sich nicht auf die schuhe pinkelt oder gar auf die klamotten, auch die windrichtung muss berücksichtigt werden und auch der abflusswinkel, sowie der anstiegswinkel des drauf zu urinierenden untergrundes.
nebenbei sollte man immer ein taschentuch dabei haben (aber keine mentholtaschentücher, die brennen unglaublich) und am besten auch noch feuchttücher fürs hände reinigen. (mittlerweile bin ich tatsächlich optimal ausgerüstet.
soweit zu der attraktion freiluft-pissen. natürlich gibt es auch noch diese öffentlichen sanitäranlagen, in denen man sich manchmal wirklich willkommen und wohl fühlt.
dort gilt ebenso wie bei den herren: händewaschen obligat, wobei es immer und immer wieder frauen und mädels gibt, die da wirklich ohne händewaschen raus gehen. wie ekelhaft!
dann toilettensitz entweder nicht berühren, sofern man kein vertrauen zu dem sitz hat, oder mit toilettenpapier auslegen, sofern es nicht automatisch eine dieser tollen papiersitzablagen zum drauflegen gibt.
tratschen auf der toilette ist absolut erlaubt, aber nur zwischen sehr guten freundinnen, familienmitgliedern oder wenn das papier aus ist. gell, aspartam !
es gibt nichts entspannenderes als ein ratscherl aufm lokus. das hat schon was!
weiter sollte man sich wohlfühlen beim klo spülen. so muss man zwischen ekelhaften notlösungen, schon in ordnung oder wötklasse unterscheiden. ich habe hier drei beispiele, die absolut für sich sprechen und die man schon erwähnen sollte.
wo ich zum beispiel echt ungerne die toilette besuche ist das kino in regau. hach, diese düsternis, alles stark modernisiert, alles aus metal und alles wirklich sehr unpersönlich. und dieses latrinen-waschbecken tut seinen rest, ebenso diese unsympathischen händetrocknergeräte… die pusten nicht ordentlich. und man weiß nie genau, wann und wie oft und wo geputzt wurde. das is schon sehr unangenehm. das is wirklich eine notlösung für mich. auch weil die sitze eben dunkel sind und du einfach nicht nachvollziehen kannst, ob da gerade was gackigrausliges vorgefallen ist oder ob die eigentlich einwandfrei ist.
ein typisches okay-beispiel, wo man die toiletten ohne bedenken besuchen kann und auch sehr auf reinlichkeit geachtet wird, sind die toiletten im salzkammergut einkaufspark in gmunden. sehr reinlich. das ambiente ist stimmig und die haben diese elektronischen papierhandtücher und tollen seifenschaum. die toiletten sind gut ausgeleuchtet und scheinen zumindest gepflegt. hier kann man also bedenkenlos das kleine geschäft verrichten.
aber mein persönliches non-plus-ultra der toiletten, der lokus der lokusse, das absolute sich wohlfühlen beim klospülen: das stadtcafé gutenberg in laakirchen. wötklasse. ein schüsserl mit potpourri, genügend platz zum pipi machen. schöne, edle beleuchtung zum wohlfühlen. toller service.
aber ich schweife schon wieder ein wenig vom thema ab. das kleine geschäft ist etwas tolles, für beiderlei geschlecht. nur brauchen frauen dieselbsen vorraussetzungen wie alle menschen beim großen geschäft, also ist es für uns ein wenig schwieriger.
aber trotzdem lulu machen ist toll. vor allem, wenn man die richtigen orte kennt, wo man mal schön kann, ohne dass man sich pilze, infektionen oder krankheiten holt.
just4ikarus Sagte:
on April 29, 2008 at 12:49 Uhr nachmittags
Ääääääähm. Interessant.
lahja Sagte:
on April 29, 2008 at 12:51 Uhr nachmittags
ja, schon. is sehr wichtig zu wissen, außerdem hab ich es dem mekmek versprochen und auch wenn es viel zu spät is, vollkommen egal. es wurde gemacht.
mekmek Sagte:
on April 29, 2008 at 5:11 Uhr nachmittags
Danke für die erfüllung des versprochenen, hätte aber einen kurzen kommentar auch akzeptiert. So natürlich besser und dass du uns genau erzählst wo man auf klo gehen kann und wo nicht, ist eine wirkliche bereicherung.
lahja Sagte:
on April 29, 2008 at 5:17 Uhr nachmittags
ja, gell, schon. ich meine, das gilt jetzt nur für die damentoiletten der umgebung, aber was soll’s wenn’s im männlichen sanitärbereich schlecht ausschaut, dann könnt’s euch ja als mädels verkleiden. bartwuchs is eh ned recht nennenswert.

mekmek Sagte:
on April 30, 2008 at 8:15 Uhr vormittags
und teilweise bei den mädels auch vorhanden. hihi
lahja Sagte:
on April 30, 2008 at 12:22 Uhr nachmittags
boah, du bist heute wieder charmant wie ein dixiklo.