der kleine durft wirbelt durch den raum. die nase bemerkt dich ganz vorsichtig, langsam tastet sie sich an dich heran und leitet die partikel weiter ins gehirn. plötzlich, ganz schnell… es riecht nach wärme, geborgenheit, vertrauen und liebe.
das gehirn setzt ein bild zusammen. die mundwinkel werden automatisch ein wenig höher gezogen und das herz wird leichter, in noch so schweren stunden. denn ein schmunzeln setzt positive gefühle frei, erleichterung. doch können duftpartikel niemals das original ersetzen.
egal, wo der duftspender auch verweilt und mag es gleich neben einem selbst sein oder doch in weiter ferne. die erinnerungen werden von dem besten speicher der welt hervorgezogen und vermitteln ein gefühl von sicherheit. und doch ist der duft eine vergängliche sache, er wandert und verflüchtigt sich. bleibt niemals sehr lange wo hängen. scheint verloren zu gehen, um später in kurzen fatamorganen wieder aufzutauchen und abermals erneut zu entfleuchen.
verzweiflung, niedergeschlagener rest. ablehnung gegenüber anderem und verachtung von schlechten kopien.
das original und sein duft. wie beruhigender regen nach einem tag voller grauenhaft versengender hitze.
dein duft in meinem schal.