Heute ist der legendäre Faschingsbeginn im Salzkammergut. Ich befinde mich nicht dort. Aber es sind die Traditionen, die einen mit der Vergangenheit und den eigenen Vorfahren zu verbinden.
Diese Einleitung wollte ich eigentlich nicht verwenden, ist mir einfach nur so gekommen.
Nach einem traumhaften Tag, der wirklich nicht schöner sein konnte, kam es zu einem enormen Stimmungsumschwung, eigentlich ziemlich bescheuert, denn eigentlich läufts ja richtig schön zur Zeit. Vielleicht warte ich einfach nur innerlich auf einen erneuten Crash-Down, der mir wieder zeigt, dass das Leben eben nicht unendlich ist, die Leichtigkeit des Seins nicht immer vorhanden ist und die Welt eben kein kleiner, feiner Ort ist, der einem immer das Beste zeigt.
Manchmal, da kommen diese melancholischen Gedanken des Herbstes, nach den unglaublichsten Momenten. Nach den schönsten Worten. Nach dem Besten aller Tage seit langem.
Und dann crasht man down. So richtig nieder und scheinbar hält einen nur dieser eine Mensch aufrecht, dieser eine Song, diese eine Kleinigkeit, die gerade wie ein Strohhalm im Meer der Ertrinkenden auftaucht… und irgendwie bekommt man dann diese dummen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf.
Die Stimmung sinkt, auch wenn der wundervollste Mensch neben einem liegt und eigentlich möchte, dass man nun endlich zu tippen aufhört und auch die Nachtruhe wahrnimmt.
Ja, nicht zu viele Gedanken machen, ich mache sie mir aber. Die Zukunft ist für mich im Moment nicht rosig und wunderschön, zumindest nicht hauptsächlich… ein großer Teil ist so perfekt, ich würde ihn nicht anders haben wollen. Beinahe bin ich schon zuhause ausgezogen, ich bin so unabhängig wie es mir möglich ist, ich arbeite nebenbei als Nachhilfe für Mathematik (was sich eigentlich nie jemand vorstellen hätte können) und bin Aushilfe in einem Sonderpädagogischen Hort und ich habe den wohl besten Menschen von allen an meiner Seite.
Meine Nerven sind einfach überspannt, ich lenke mich ab, soweit es geht und nichts scheint zu helfen, denn die unsicheren Gedanken kommen einfach so. Ich war es nie die Angst vor der Zukunft hatte. Nie war ich es. Und nun… ängstlich wie ein Kalb vor der Schlachtung. Damit möchte ich mich nun nicht selbst als Kalb bezeichnen, aber… nun ja, ihr wisst schon… als wenn nicht noch etwas im Anmarsch sein könnte. Scheiß Konjunktiv! Wirklich! Beschissener, verschissener, arschiger, arschlochiger Konjunktiv!!! Warum wurde der Mist echt erfunden.