er wälzte sich hin und her. sie war wie immer irgendwo gewesen. geistig vollkommen abwesend. in einer zeit oder welt, in der es ihn nicht gab. es schmerzte ihn, wenn er ihr ansonsten so hell leuchtendes und freundliches gesicht, so schmerzlich verzogen, in der ferne sehen musste.
er kam einfach nicht an sie ran, wenn sie in ihrer welt war. niemand kam an sie ran, außer vielleicht jemand, der ebenso abdriften konnte. er hatte es versucht, er hatte es schon so oft versucht, ihr nachzufolgen. er wusste alles, aus ihren welten, es dauerte lange bis sie ihm dieses zweite welt näher erklären konnte. es dauerte nur die erzählungsspanne bis er realisierte, dass sie hilfe brauchte. dringend.
er musste sie da raus holen, sie versumpfte innerlich immer mehr, der schmerz schwappte über auf diese reale welt und nahm sie mit sich fort. sie wurde immer stiller, melancholischer und lächelte nur noch selten.
er hatte sie so nicht kennen gelernt, er wollte sie so nie kennen lernen, aber mit einer beziehung ging man verpflichtungen für einander ein. er wollte seiner verantwortung ihr gegenüber nachkommen, um sie nicht zu verlieren. er rief das krankenhaus an und sie wurde abgeholt. aus ihrem eigenen haus hatte man sie entführt. ihr blick wurde leerer und leerer.
sie hatte das vertrauen in ihn verloren, sprach nicht mehr mit ihm über ihre welt, versank immer tiefer darin.
er wälzte sich immer noch hin und her. es musste enden. morgen würde er sie da raus holen. vielleicht würde sie hier noch mehr in sich gekehrt sein, aber hier hätte sie wenigstens noch ein paar heimische und wunderschöne momente, dort wurden ihr mittel gegeben, die sie noch tiefer in sich kehren ließen.
morgen würde er sie mit sich nehmen.
dass er dies an jedem abend zu sich sagte, fiel ihm nicht weiter auf.